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Titel: 
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT






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Mitteilung des Ordenskanzlers Max Planck an sämtliche Ritter über das Ausscheiden Albert Einsteins aus der Ritterschaft (Abschrift an den Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung), Berlin, 20. Juni 1933

Im Juni 1933 teilte der seit 1930 amtierende Ordenskanzler Max Planck den Mitgliedern des Ordens mit, daß Albert Einstein mit Schreiben vom 7. Juni 1933 auf eigenen Wunsch aus der Ritterschaft ausgeschieden sei. Die Anfeindungen der Nationalsozialisten aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner pazifistischen Einstellung hatten dazu geführt, daß Einstein im April 1933 die Entlassung aus der preußischen Staatsbürgerschaft beantragt, im März 1933 seinen Austritt aus der Preußischen Akademie der Wissenschaften und ebenfalls im April 1933 aus der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erklärt hatte.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg an Einstein gerichteten Angebote Otto Hahns, Arnold Sommerfelds und des Bundespräsidenten Theodor Heuss, erneut Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft (Nachfolgerin der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft), der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Ordens Pour le mérite zu werden, lehnte Einstein entschieden ab.

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