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Titel: 
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT
BEHAUPTUNGSVERSUCHE DES ORDENS UNTER NATIONALSOZIALISTISCHER HERRSCHAFT






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Vermerk des Ministerialrats von Normann (17.I.) über die Zurückstellung der Entscheidung über die Aufhebung des Ordens, 18. Januar 1940:
„1. Siehe die früheren Vermerke zu Entwürfen vom Juli und August 1939
2. Manu propria dem Referenten. Der Kultusminister (Min. Dir. Mentzel) ist telefonisch darüber zu verständigen, daß während des Krieges die Angelegenheit der Aktualität entbehrt und zurückgestellt werden kann.“

Der Ministerialrat beim Preußischen Ministerpräsidenten, Hans-Henning von Normann, teilte zum Jahresbeginn 1940 dem Preußischen Kultusminister mit, daß die Entscheidung über das Weiterbestehen des Ordens auf die Zeit nach dem Krieg verschoben werden soll.

Aufschluß über die Gründe, warum Göring im Sommer 1939 gezögert hatte, den Auflösungsbeschluß abzuzeichnen, gibt der Aktenvermerk vom August 1939. Aus ihm geht hervor, daß der Orden als „nicht staatsgefährlich“ eingestuft wurde und die Lösung, ihn allmählich erlöschen zu lassen, als geeigneter erachtet wurde, als die für die Ordensmitglieder kränkende Auflösung.

Darüber hinaus wollte das Staatsministerium einer Entscheidung Hitlers über die künftigen „Auszeichnungen für kulturelle Hochleistungen“ nicht vorgreifen.

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