Giacomo Meyerbeer

Komponist

Geboren am 5. September 1791 in Tasdorf (Brandenburg)
Gestorben am 2. Mai 1864 in Paris, Frankreich

VITA

Als Knabe gefeierter Klaviervirtuose. Vom 14. Lebensjahr an zielstrebige Ausbildung als Opernkomponist in Berlin, Darmstadt, Paris, London und Italien. Der ersten Erfolgsoper "Jephtas Gelübde" (1812) folgten weitere, bis ihm 1824 mit der Oper "Crociato" der Durchbruch in die europäische Musikwelt gelang. "Robert le diable" (1831) führte ihn an die Spitze der Opernkomponisten seiner Zeit. "Die Hugenotten" (1836) und "Der Prophet" (1849) brachten überwältigende Erfolge — auch finanziell — und zahlreiche Ehrungen. Am 11. Juni 1842 als Nachfolger Spontinis Preußischer Generalmusikdirektor in Berlin, 1846 auf Wunsch für unbestimmte Zeit beurlaubt.

Während der Aufführungsvorbereitungen für die "Afrikanerin" in Paris vom Tod überrascht.

An Meyerbeers Opern, in denen die menschliche Stimme und buntbewegte Volksszenen entscheidende Elemente sind — in Paris allseits gefeiert, in Deutschland vielfach kritisch beurteilt — zeigten sich die Gegensätze romanischer und deutscher Kunstauffassungen. Richard Wagner hat am Gegensatz zu Meyerbeers Opernstil seine Musikdramen entwickelt.

Nach großartiger Trauerfeier in Paris in der Familiengruft in Berlin mit allen Ehren beigesetzt.

Aufnahme in den Orden 1842.