Hermann Emil Fischer

Chemiker

Geboren am 9. Oktober 1852 in Euskirchen (Eifel)
Gestorben am 15. Juli 1919 in Berlin

VITA

Professor für Chemie an den Universitäten Erlangen (1882-1885), Würzburg (1885-1892) und Berlin (1892-1919).

Emil Fischer, Schüler Adolf von Baeyers (1895), hat als überragender Meister der Naturstoffchemie die Entwicklung der Chemie der Nucleinsäuren, der Zucker- und der Eiweißstoffe, denen seine bedeutendsten Untersuchungen galten, entscheidend beeinflußt. Neben Arbeiten in der Gruppe der Purine, der natürlichen Gerbstoffe und der Fette ermittelte er Konstitution und Konfiguration der einfachen Zucker und ihre Systematik. Fußend auf den Erkenntnissen von van't Hoff (1895) und Le Bel über den Bau der Kohlenstoffverbindungen wurde in synthetischer Methode Traubenzucker (Glukose) dargestellt. Mit der Reindarstellung, Konstitutionsermittlung und Synthese optisch aktiver Aminosäuren, der Bausteine der Eiweißstoffe, wurde die Grundlage für die Strukturermittlung der Proteine gelegt. In der Verknüpfung von Aminosäuren zu Peptiden erkannte er das Aufbauprinzip aller hochmolekularen Eiweißstoffe. So wurde Fischer zum Wegbereiter der Chemie polymerer Stoffe.

1902 Nobelpreis für Chemie.

Aufnahme in den Orden 1904.